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July 2011

28 posts

Jetzt wird's ernst.

Spaßspielchen gegen unterklassige Teams? Vorbei.
Niederlagen gegen besser im Saft stehende Schweizer Erstligisten? Geschenkt.
Showkicks gegen überbezahlte Weltklasse-Spieler? Von gestern.

Am Sonntag wird es ernst. Die erste Runde im DFB-Pokal steht an und Hertha darf als Favorit nach Meuselwitz zum ZFC fahren. Als Favorit? War da nicht was mit Hertha und unterklassigen Gegnern im Pokal? Ja, da war was - aber nicht in der ersten Runde. Meuselwitz kann und muss geschlagen werden. Da gibt es kein wenn und kein aber. Wochenlang hat sich das Team auf den Saisonstart vorbereitet, hat (wenn man den Medien glauben will) extrem für die körperliche Fitness gearbeitet und in den letzten Wochen hoffentlich auch ordentlich am spielerischen Feinschliff gearbeitet. Die erste halbe Stunde gegen Real hat gezeigt, was geht, wenn Hertha schnell und direkt nach vorn spielt. Okay, in den 60 Minuten danach hat Madrid uns klar in die Grenzen gewiesen - aber am Sonntag geht es gegen Meuselwitz, einen Regionalligisten, der sonst gegen unsere 2. Mannschaft antritt. Das sollte bitte nicht als Respektlosigkeit gegenüber Meuselwitz verstanden werden, aber gegen so einen Gegner bekommt man nur dann Probleme, wenn die Einstellung nicht stimmt. An genau dieser Stelle erwarte ich von Hertha in dieser Saison einen großen Schritt nach vorne. Ich denke, die Spieler haben verinnerlicht, dass dieses Jahr mit Hacke, Spitz und so weiter nichts zu holen ist. Hertha wird rennen. Hertha wird in die 2. Runde einziehen - und den Fluch des ewigen Ausscheidens gegen unterklassige Gegner überwinden.

Ob es dann gegen Nürnberg im ersten Heimspiel erfolgreich weitergeht ist allerdings weit weniger gewiss. Noch zu Beginn der letzten Erstliga-Saison mit Berliner Beteiligung hätte ich an dieser Stelle etwas überheblich von einem Pflichtsieg gesprochen. Seit dem sind zwei Jahre vergangen. Heilsame zwei Jahre. Zwei Jahre in denen wir auf den Boden der Realität zurückgeholt wurden, einen Boden, auf dem wir hoffentlich lange haften bleiben. Mannschaften, die uns spielerisch unterlegen sind, werden wir in dieser Liga nicht mehr (oder kaum noch) antreffen. Die diesjährigen Liga-Konkurrenten können nur mit Disziplin, Taktik und hin und wieder einer Prise Glück bezwungen werden. Wenn die Einstellung stimmt.

Aber nicht nur den Spielern muss Herthas neue Rolle in der ersten Liga bewusst sein. Nicht zuletzt auch die Fans auf den Rängen müssen sich auf das einzige realistische Ziel einschwören, das wir in dieser Saison haben können: 40 Punkte. Aber meinen Nerven zuliebe bitte nicht erst am 34. Spieltag.

Jul 30, 2011
#Hertha BSC #ZFC Meuselwitz #1. FC Nürnberg #DFB-Pokal
Hertha und der Hexenkessel von Meuselwitz

Die Nachwehen des Spiels gegen Real Madrid verklingen so langsam und die Zeitungen wenden sich dem ersten tatsächlich wichtigen Spiel der Saison zu. Am Sonntag erwartet der Regionalligist ZFC Meuselwitz den Erstligisten aus Berlin.

Die Berliner Zeitung beschäftigt sich mit dem Verein aus Thüringen, für den die 1. Runde im DFB-Pokals natürlich ganz großes Kino ist. Mit seinem Software-Konzern im Rücken erinnert mich der ZFC übrigens stark an den FC Schönberg 95, der in der ersten Hälfte der Nuller-Jahre mal ganz groß hinaus wollte. Als dann dem großen Sponsoren allerdings die Gelder ausgingen, verschwand auch Schönberg wieder in der tiefen Versenkung.

Auch der Berliner Kurier stellt Meuselwitz vor. Markus Babbel wird im Artikel an das hoch gesteckte Ziel “Pokalsieg” erinnert. Da hat der Trainer der Presse natürlich eine Vorlage vom Feinsten gegeben. Das allerdings das Meuselwitzer Stadion zu einem Hexenkessel werden könnte, darf bezweifelt werden.

Am Ende dann doch noch ein Hinweis auf einen schönen Blogpost zum Spiel gegen Real: Marxelinho trifft die eigenartige Atmosphäre im Stadion ganz treffend. So richtig ernst konnte das Spiel fast niemand im Stadion nehmen. Am Ende war es nicht mehr und nicht weniger als ein gemütliches Schaulaufen. Auf dem Rasen und auf den Rängen. Immerhin schien die Sonne.

Jul 29, 2011
#Hertha BSC #ZFC Meuselwitz #DFB-Pokal #Real Madrid
Hertha im Blätterwald (27.07.11)

Wie nicht anders zu erwarten, geht es auch heute in weiten Teilen der Berliner Presselandschaft um das Spiel gegen Real Madrid:

Der Tagesspiegel beleuchtet die “World Football Challenge” genannte Tournee der Real-Stars. Man könnte das Mammut-Vorbereitungsprogramm von Real auch “Gelddruck-Machine” nennen. Ob das aber der Leistung zum Saisonstart in der spanischen Liga zu Gute kommt, bleibt fraglich.

Der Kicker vermeldet, dass Ramos erfreulicherweise schon 4 Tage nach seiner kleinen Hand-OP wieder ins Mannschaftstraining zurückkehren kann. Dies bestätigt auch der Immer Hertha-Blog. Lassen wir uns überraschen, ob bzw. wann er wieder mit 100% seiner Leistung spielen kann.

Ausnahmsweise nicht zum Thema Real Madrid:
Die BZ interviewt Peter Niemeyer. Dieser ist froh, dass die Vorbereitung bald vorbei ist. Eine Meinung, die so ca. 27 weitere Hertha-Spieler teilen dürften.

Jul 27, 20114 notes
#Hertha BSC #Real Madrid #Ramos #Niemeyer
Hertha im Blätterwald (26.07.11)

Noch einen Tag bis zum Test-/ Freundschafts-/ Kirmes-Spiel (bitte je nach persönlicher Fußball-Weltanschauung das Treffende auswählen) gegen Real Madrid und die Presse läuft langsam aber sicher warm.

Die Berliner Zeitung berichtet von der “World Tour” der Madrilenen und stellt heraus, dass finanziell alles über eine Vermarktungsgesellschaft läuft. Hertha erhält genauso wie Real Madrid eine Gage. Wer den deutlich größeren Anteil kassiert, dürfte natürlich klar sein.

Die Bild führt uns nochmal schön den Irrsinn der Spieler-“Werte” vor Augen.

Wer für das Spiel noch keine Tickets hat, kann diese beim Kurier gewinnen. Versucht euer Glück!

Im Tagesspiegel wird ein Blick zurück auf die Vorbereitung geworfen. Von den Ergebnissen her wird mehr Schatten als Licht gesehen. Zumindest dürfte das ein wenig vor überhöhten Erwartungen schützen. Ausserdem gibt’s auch einen (kleinen) Blick nach vorn: auf das Spiel am Mittwoch, das Spiel am Sonntag und den Liga-Start in der Woche darauf.

Jul 26, 2011
#Hertha BSC #Real Madrid
Hertha im Blätterwald (25.07.11)

Die Berliner Zeitung hat beobachtet, dass Raffael sich in der bisherigen Saison-Vorbereitung nicht unbedingt aufdrängt. “Auffällig unauffällig” sei er in den Übungseinheiten und Testspiele gewesen. Ottl im defensiven und Torun im offensiven Mittelfeld machen Raffael gehörig Konkurrenz. Mal sehn, ob der Brasilianer jetzt in ein Leistungstief fällt, oder ob er pünktlich zum Saisonstart das Zepter auf dem Spielfeld in die Hand nimmt.

Die Verletzung von Ramos ist Thema in der BZ. Die Wunde am Finger wurde durch einen Hand-Spezialisten versorgt. Es bleibt zu hoffen, dass Ramos rechtzeitig zum Liga-Start gegen Nürnberg voll einsatzfähig wird.

Vom Spiel gegen Sigma Olmütz berichtet der Kurier. Das bemerkenswerteste: Rob Friend schiesst sein erstes Testspiel-Tor. Es geschehen noch Wunder.

Jul 25, 20113 notes
#Hertha BSC #Raffael #Ramos #Sigma Olmütz
Hertha im Blätterwald (22.07.11)

Tunay Torun hat beim HSV erlebt, was sehr viele (fast alle) Talente erleben: Um sich weiter zu entwickeln müssen sie oft den großen Schritt machen, sich vom Verein der sie ausgebildet hat zu trennen. Torun ist immer noch jung, aber bei Hertha sieht keiner mehr den 18jährigen in ihm, der noch weit von der Profi-Mannschaft entfernt ist. Hier sieht man den voll ausgebildeten Profi-Fussballer, der jetzt den Durchbruch schaffen will. Der Kicker hat jetzt ein Interview mit Torun auf seiner Internet-Seite. Auch in der BZ gibt es ein Interview mit dem Neuzugang vom HSV zu lesen.

Im Tagesspiegel steht Thomas Kraft im Fokus. Genannter erzählt von seiner Ausbildung beim FC Bayern und die junge von der jungen Torhüter-Generation.

Der Kurier berichtet vom Trainingseinstieg von Adrian Ramos und nutzt Wortgruppen ala “bedingungsloses Bekenntnis zu Blau-Weiß”. Naja, eine Bedingung für das Bekenntnis dürfte wohl doch ein fetter Scheck gewesen sein. Whatever.

Der Hertha BSC Blog stellt die Frage “Wohin mit Ottl?” und gibt die meiner Meinung nach treffende Antwort gleich selbst: wir brauchen die Möglichkeit auf eine Verletzung, Sperre oder Formschwäche von Niemeyer oder Lustenberger reagieren zu können. Auf der anderen Seite: vielleicht verdrängt Ottl ja auch einen der genannten Spieler. Auf jeden Fall kann ein wenig Qualität in der Breite nicht schaden.

Jul 22, 201113 notes
#Hertha #BSC #Torun #Kraft #Ramos
Hertha im Blätterwald (21.07.11)

Hertha hat - nach drei Testspielniederlagen in Folge - endlich wieder ein Spiel gewonnen. Gegen Hapoel Tel Aviv gab es ein 2:1. Wenn man die Ticker verfolgt hat war es wohl kein schönes Spiel, aber den Trainingszweck erfüllt hat, soll es uns recht sein. Es berichten der Kurier, herthaner4ever und Immer Hertha.

Der Kurier interviewt Michael Preetz. Dieser scheint sehr zufrieden mit dem Verlauf der bisherigen Vorbereitung. 

Andreas Ottl äußert sich in der Bild zu seinem alten Club, die dortigen Spieler, seinen neuen Club und die hiesigen Spieler.

Jul 21, 20111 note
#hapoel tel aviv #Hertha #BSC #Preetz #Ottl
Hertha im Blätterwald (20.07.11)

Bei der Wahl zum Unwort des Jahres 2011 wird der gute “Stresstest” wohl ganz gute Karten haben. Nach Atomkraftwerken und Banken nimmt sich nun der Tagesspiegel den Bundesligisten an. Den Beginn macht gleich Hertha. So richtig viel Neues gibt’s nicht zu lesen. Dafür wissen wir nun, dass ein Testspiel gegen Real Madrid regelmäßig Pech hinsichtlich des Saisonstarts bringt.

Nur eine kleine Randnotiz in der BZ aber trotzdem nicht unwichtig: Vielleicht verlässt Kaka Hertha doch noch. Eventuell in Richtung Griechenland. Für das Konto wäre es sicherlich gut, wenn die Gehaltszahlungen an den Brasilianer wegfallen.

Christian Lell ist Thema im Kurier. Bei den Bayern aussortiert, in der 2. Liga bei Hertha stabilisiert - jetzt will er seine Erstligatauglichkeit unter Beweis stellen.

Im Hertha BSC Blog findet sich ein Artikel über Abu-Bakarr Kargbo, das Talent in den Reihen der Nachwuchsspieler (was nicht heissen soll, dass die anderen Nachwuchsspieler kein Talent hätten).

Neues aus dem Trainingslager gibt es auf immerhertha.de. Dort sollte sich dann heute Nachmittag auch ein Live-Ticker zum Testspiel gegen Hapoel Tel Aviv finden. Diese sind definitiv nicht zu unterschätzen, auch wenn sie in der letzten Saison ihren Meistertitel aus der Saison 2009/2010 nicht verteidigen konnten (aber Vize sind sie geworden). Hertha wird also wieder ordentlich gefordert.

Jul 20, 20112 notes
#Hertha #BSC #Kaka #Lell #Kargbo #Hapoel Tel Aviv #Stresstest
Hertha im Blätterwald (19.07.11)

Babbel hat die erste Gelegenheit genutzt, um sich nun doch vorzeitig auf Kraft als Nr. 1 festzulegen. Maikel Aerts gibt sich im Kurier trotzdem kämpferisch, sieht sich aber auch veranlasst, sich gegen Vorwürfe zu verteidigen, er hätte seine Verletzung verschwiegen oder grob falsch eingeschätzt: laut dem holländischen Keeper wußten alle im Team von der Verletzung - die Belastungsprobe gegen Basel hat ihn nun jedoch trotzdem erst einmal aus dem Rennen geworfen.

Unterstrichen wird die neue Situation im Tor auch durch die Aussage des Trainers, Kraft würde ab jetzt in allen Testspielen durchspielen (BZ). Burchert: ohne Chance. Nachdem letztlich auch die Bild entsprechend berichtet hat, kann man nur hoffen, dass das Thema jetzt medial abgeschlossen ist.

Jul 19, 2011
#Hertha #BSC
Hertha im Blätterwald (18.07.11)

Zunächst ein Nachtrag von gestern:
Die BZ versucht mit aller Macht Streit bei Hertha herbei zu reden. Allerdings mit recht ungeeigneten Mitteln. “Droht Hertha jetzt ein Torwart-Zoff?” Natürlich nicht. Die Nr. 1 steht fest, die Nr. 2 ist verletzt und kann erstmal nicht mehr trainieren und die Nr. 3 stand für die Start-Formation nie zur Debatte.

Lewan Kobiashwili ist Thema im Berliner Kurier. Dieser ist trotz der bislang nicht so richtig überzeugenden Auftritte in der Vorbereitung überzeugt, auch in der kommenden Saison wieder regelmäßig zum Einsatz zu kommen.

In der Bild wagt Sascha Burchert die eher gewagte Aussage, so gut zu sein wie Kraft.

Der Kurier bestätigt leider meine Vermutung, dass Nico Schulz noch ein Weilchen braucht, bis er wieder Anschluss an die Mannschaft finden wird. Gut, dass er nicht mit der Brechstange mit ins Trainingslager gereist ist.

Jul 18, 20115 notes
#Aerts #BSC #Burchert #Hertha #Kraft #Kobiaschwili #Burchert #Schulz
Glückliche Menschen im Stadion

Was der diesjährige Bundesligaspielplan sportlich für Hertha bedeutet - man weiss es nicht. Was er allerdings für den Zuschauerschnitt im Olympiastadion bedeuten könnte, kann man erahnen. Ne Menge Gutes behaupte ich mal.

Da hätten wir Spieltag 1 - fast egal, wer da kommt: ist gut besucht.
Spieltag 4 gegen Stuttgart ist nicht unattraktiv und profitiert immer noch vom schönen Gefühl wieder Erstligist zu sein.
Köln am 8. Spieltag zieht, ebenso dürften Gladbach (12. ST), Leverkusen (14. ST) und Schalke (16. ST) das Stadion wetterunabhängig gut füllen. Bleiben in der Hinrunde eigentlich nur 2 Ladenhüter: Augsburg am 6. und Mainz am 10. Spieltag. Mit ein wenig Glück, sorgt aber ansprechendes Wetter für volle Ränge.

Im kalten Winter haben uns die Spielansetzer von der DFL dann ein paar richtige Gefallen getan: der Hamburger SV im Januar, Dortmund im Februar, Bremen und Bayern im März werden das Stadion selbst bei sibirischen Eisstürmen füllen. Einzig gegen Hannover (Februar) rechne ich mit einer eher dürftigen Zuschauerzahl.

In der Endphase der Saison wird dann die Tabelle ein gehöriges Wort in Bezug auf die Zuschauerzahlen im Olympiastadion mitsprechen. Wenn’s spannend ist, dann kommen den Massen auch gegen vermeintlich weniger attraktive Gegner: Wolfsburg am 28. und Freiburg 30. Spieltag. Gegen Lautern wird’s voll, und gegen einen der unattraktivsten Gegner der 1. Bundesliga (Hoffendingens) auch. Schließlich gilt für den letzten Spieltag das Gleiche wie für den ersten: Gegner egal.

Am Ende wird aber zuvorderst Herthas sportliches Abschneiden darüber entscheiden, ob wir mit wohligem Gefühl und in entsprechender Zahl ins Station gehen werden. Denn merke: Wenn Hertha siegt, gibt’s glückliche Menschen im Stadion.

Jul 17, 20114 notes
#Hertha #BSC #Zuschauerschnitt #Prognose
Hertha im Blätterwald (16.07.11)

Einen etwas anstrengenden Artikel über Peter Niemeyer gibt’s im Kurier. Weniger der Text, als die Präsentationsform sind etwas nervig. Egal, wer wissen möchte, was Niemeyer zum DFB-Pokal, zu Berlin oder zu Fußballfans im allgemeinen zu sagen hat, wird fündig.

Fabian Lustenberger hat seinen Urlaub nach der U21-WM beendet und trainiert wieder mit der Mannschaft. Nachzulesen in der BZ.

Marxelinho schwelgt in seinem Blog in Erinnerungen an die UEFA-Cup-Saison 2002/2003. Schön war’s.

Aus der Kategorie “über den Tellerrand”:
Die Zweite Liga hat den Spielbetrieb bereits wieder aufgenommen. Unser Stadtnachbar rettete mit einer kleinen Prise Glück ein Unentschieden beim FSV Frankfurt, Cottbus gewann nach einem 0:1 Halbzeitrückstand noch 2:1 gegen Dresden und Eintracht Frankfurt … ach, ich hör auf, dass ist die pure Folter.

Noch 21 Tage.

Jul 16, 20113 notes
#Hertha #BSC #Lustenberger #Niemeyer
Hertha im Blätterwald (15.07.11)

Der Kurier widmet Christoph Janker einen Artikel. Es scheint nicht, als ob er in Berlin noch eine sportliche Zukunft hat.

Des weiteren vermeldet die gleiche Zeitung die Gesundung von Nico Schulz. Er selbst hält seinen Trainingsrückstand für nicht so groß. Aus eigener Erfahrung mit hartnäckigen Virus-Erkrankungen muss ich leider sagen: ich denke er irrt. Insbesondere die Tatsache, dass er das Grundlagen-Training verpasst hat, wird ihm den Anschluss an das Team erheblich erschweren.

Der Kurier macht 4 Baustellen aus, an denen bis zum Saisonstart dringend noch gearbeitet werden sollte.

Jul 15, 201110 notes
#Hertha #BSC #Janker #Schulz
Hertha im Blätterwald (14.07.11)

Maikel Aerts hat sich beim Spiel gegen den FC Basel einen Nuskelfaserriß im rechten Oberschenkel zugezogen. Das dürfte Markus Babbel die Entscheidung hinsichtlich des Stammtorhüters abnehmen. Entsprechende Berichte gibt’s im Kicker, im Tagesspiegel und in der BZ. Thomas Kraft ist nun endgültig die Nummer 1 - bestätigt auch die Bild.

Die Berliner Zeitung erklärt, warum Rob Friend auch in der kommenden Saison nur Bankdrücker sein wird. Zusammenfassung: keine Tore. Ob das nur an der Psyche oder vielleicht doch an den Fähigkeiten des Kanadiers liegt, lasse ich jetzt mal offen. Außerdem werden auch kurz die anderen Alternativen im Angriff besprochen.

Im Hertha BSC Blog gibt’s einen schönen Rant auf das neue Heimtrikot. Das Gute: nur 1 Jahr, dann gibt’s das nächste.

Der Hauptstadtclub-Blog kommentiert nochmal die Testspiel-Niederlagen in der Schweiz. Auch dort ist man der Meinung, dass man das noch nicht überbewerten darf, wenngleich Siege für die Stimmung selbstredend besser gewesen wären. Definitiv gar nicht lustig sei dann aber ein Angriff auf einen Hertha-Fanbus gewesen. Meiner Meinung nach befinden sich Hooligans in der Evolutionsleiter übrigens genau eine Stufe über der Staubmilbe.

Einen Vorbericht auf das 2. Trainingslager in der Steiermark gibt’s auf herthaner4ever.de.

Jul 14, 20118 notes
#Hertha #BSC #Aerts #Kraft #Trikot #Trainingslager
Hertha im Blätterwald (13.07.11)

Ein paar Beiträge haben sich gestern und heute mit den drei verlorenen Testspielen in der Schweiz beschäftigt. Der Kicker, der Tagesspiegel, die BZ, und der Kurier haben die “Schuldigen” ausgemacht: Aerts und Kobi. Ersterer hat auch nach Meinung des Kuriers das Duell gegen Kraft verloren.

Apropos Kurier. Im Nachschuss ordnet das Blatt die Testspiel-Niederlagen meiner Meinung nach korrekt ein. In einem weiteren Artikel meldet sich auch Kapitän Mijatovic zu Wort. Auch er ist zuversichtlich, dass sich Hertha im zweiten Trainingslager noch gewaltig steigern kann.

Aus der Kategorie “über den Tellerrand”: die Berliner Zeitung hat einen Artikel über die 2. Liga im Angebot. Von der Zusammensetzung der Vereine, wird das eine sehr spannende Saison. Auf dem Spielfeld genauso wie auf den Rängen. Trotzdem schön, dass wir das mit Hertha nicht aus der ersten Reihe mitverfolgen müssen. Lesebefehl!

Jul 13, 2011
#Hertha #BSC #Basel
Was wir wissen - und was nicht

Da ist sie nun also vorbei, die erste Hälfte der Saisonvorbereitung. Und wir sind ein wenig schlauer geworden. Wir wissen nun, dass wir ohne große Vorbereitungsphase einen Aufsteiger in die Bezirksliga schlagen können (SV Amtzell). Wir wissen, dass uns das auch mit einem Landesligisten gelingt (TSV Kottern). Wir wissen durch diverse Medien, dass Markus Babbel gesteigerten Wert auf eine gute konditionelle Grundlage legt. Entsprechend wurde im Trainingslager trainiert, und entsprechend knülle sind die Spieler jetzt zum Ende des ersten Trainingslagers erst einmal.

Nachdem wir dreimal gegen Schweizer Erstligisten gespielt haben, wissen wir aber auch, dass Mannschaft und Trainer von Hertha nur mit Wasser kochen. Es ist keine Schande gegen die Young Boys Bern mit 4:2 zu verlieren. Es ist auch keine Schande gegen den Grasshopper Club Zürich mit 2:0 zu verlieren. Und gleich gar keine Schande ist es, gegen den amtierenden Schweizer Meister, Pokalsieger und Champions League-Teilnehmer FC Basel mit 3:0 zu verlieren. Vielleicht ist es etwas unglücklich, dass diese Hürden ein wenig zu früh (und so geballt) in der Vorbereitung kamen - und somit die Niederlagen fast vorprogrammiert waren. Wir wissen nun, dass Maikel Aerts in Drucksituationen weiterhin ins Wanken gerät - und spätestens jetzt Thomas Kraft die Nr. 1 wirklich (wirklich!) (fast!) sicher hat. Gut, eigentlich wussten wir das schon vorher. Wir wissen noch nicht, wie groß das tatsächliche Potential der Mannschaft ist. Der sehr frühe Stand der Vorbereitung in Verbindung mit dem harten Konditionstraining in Oberstaufen und dem schon deutlich weiter fortgeschrittenen Stand der Vorbereitung der Schweizer Testspiel-Gegner (eine Woche vor Saisonstart in der Super League), machen die Einschätzung, wie gut oder schlecht wir im Plan liegen recht schwer.

Ganz sicher wissen wir aber, dass wir diese Saison eine Menge Bodenhaftung und Geduld benötigen - und uns vor allem nicht gleich aus der Ruhe bringen lassen dürfen, wenn die Mission Klassenerhalt am Anfang, in der Mitte oder zum Ende der Saison ins stocken gerät. Es ist diese Bodenhaftung, die sich die Vereinsführung, allen voran Preetz und Gegenbauer, fast mantra-mäßig herbeibeten. Nebenbei bemerkt, es würde mich interessieren, ob die babbelsche Zielvorgabe “DFB-Pokal-Sieg” mit den beiden abgesprochen war. So richtig ins Bild passt diese Aussage jedenfalls nicht.

Wir wissen, dass wir jetzt noch 3 Wochen Vorbereitungszeit haben, bis es zum ersten Mal richtig ernst wird. In diesen 3 Wochen müssen Babbel und die Mannschaft, auf den jetzt vorhandenen konditionellen Grundlagen aufbauend, an der Taktik und am spielerischen Element arbeiten. Im DFB-Pokal haben wir mit dem Viertligisten ZFC Meuselwitz eine lösbare Aufgabe vor uns. Daran ändern die Niederlagen gegen Bern, Zürich und Basel überhaupt nichts.

So! Damit wissen wir ja schon mal eine ganze Menge. Wir haben eine harte Saison vor uns. Wir spielen gegen den Abstieg. Wir werden den Klassenerhalt schaffen. Das wissen wir zwar noch nicht - aber ein wenig Optimismus kann nicht schaden.

Jul 12, 2011
#Hertha #BSC
Hertha im Blätterwald (11.07.11)

Auch das zweite Testspiel gegen einen schweizer Erstligisten, Grasshopper Zürich, hat Hertha verloren (0:2). Erneut liess Babbel die Startformation 90 Minuten durchspielen, erneut wurden nach einer knappen Stunde die Beine schwer. So ist das nach einer Woche Konditions- und Grundlagentraining. Nach wie vor: Alles im Plan. Spielberichte gibt’s in der BZ und auf herthaner4ever.de.

Die Bild hat einen Schwachpunkt auf der linken Verteidigerposition entdeckt. Kobiashvili und Ronny sind nicht die schnellsten, ansonsten gibt es nicht wirklich viele Alternativen. Das Kobi in der 1. Liga Probleme bekommen könnte, deutete sich schon in der letzten Saison an. Von ihm sind altersbedingt keine großen Leistungssprünge mehr zu erwarten. Wozu Ronny hinten fähig ist? Abwarten.

Die BZ interviewt Thomas Kraft - mit allerlei merkwürdigen Fragen. Weniger wichtig als der Informationsgewinn, war nämlich, das Wort Kraft in jeder Frage unterzubringen. Hmm.

Ausserdem hat die BZ noch einen Artikel über Abu-Bakarr Kargbo im Angebot. Schon wieder ziemlich viel Wirbel um einen 18-jährigen - weil er in der Vorbereitung Tore gegen Bezirksligisten geschossen hat. Ich bin gespannt, ob Kargbo im richtigen Ligabetrieb mal im Rahmen der Auswechslungen zu ein paar Kurzeinsätzen kommt. In der Startformation werden wir ihn dieses Jahr wohl nur vorfinden, wenn unsere Offensive arge Verletzungsnöte hat. Zunächst erstmal soll er sich im Testspiel gegen die Grasshopper selbst verletzt haben (Kurier). Auf der offiziellen Hertha-Homepage gibt es noch keine Details.

Jul 11, 20113 notes
#Hertha #BSC #Kargbo #Grasshopper #Zürich #Kraft
Das Duell im Tor

Maikel Aerts oder Thomas Kraft? Das ist die Frage, die Markus Babbel am Ende der Vorbereitung beantworten muss. Wer wird in der kommenden Saison das Trikot mit der Nummer 1 überstreifen? Werfen wir zunächst einen Blick auf…

1. Die Kontrahenten

Maikel Aerts

Alter 35, Größe 1,96 m

Vertrag bis 30.06.2012

Spiele auf Erstliganiveau: 127 (216 Gegentore)

120 Eredivisie (208 Gegentore), 7 Jupiler Liga (8 Gegentore)

Thomas Kraft

Alter 22, Größe 1,87 m

Vertrag bis 30.06.2015 (also 4 Jahre; über Ausstiegsklauseln, festgeschriebene Ablösesummen etc. ist nichts bekannt)

Spiele auf Erstliganiveau: 16 (20 Gegentreffer)

12 1. Bundesliga (14 Gegentore), 4 Champiosleague (6 Gegentore)

Die Frage, wem gehört die Zukunft und wessen Karriere ist bald vorbei stellt sich nicht (zumindest wenn man als positiv denkender Mensch davon ausgeht, dass Thomas Kraft nicht in Kürze zum Sportinvaliden wird). Das allein lässt jedoch noch keine Rückschlüsse auf die kommende Saison zu – mit 35 Jahren hat ein Torwart den längsten Teil seiner Karriere hinter sich, 2 bis 4 Jahre auf hohen Niveau sind aber durchaus noch drin. Vielleicht werden wir schlauer, wenn wir die Leistungen der letzten Saison betrachten.

2. Die Saison 2010/2011

Maikel Aerts

Was war ich froh, als die Verpflichtung von Maikel Aerts bekannt gegeben wurde. Meine größte Befürchtung vor der Zweitliga-Saison war, dass Markus Babbel diese, für Hertha so unglaublich wichtige, Saison, mit Sascha Burchert im Tor würde angehen müssen. Offenbar war Preetz und Babbel bei diesem Gedanken jedoch genau so mulmig, wie mir*. Und so schaffte es Hertha, den Torwart eines niederländischen Erstligisten zu verpflichten. Bis zu seiner Verletzung des Kreuzbandes, welche ebenso gut das Saisonende für Aerts hätte bedeuten können, war er dann auch in der Tat ein stabiler Rückhalt im Berliner Gehäuse. Nach der Verletzung … nun ja, war von katastrophal** bis okay alles dabei. Im Rückblick ist es durchaus wahrscheinlich, dass das Formtief in der ersten Hälfte der Rückrunde mit den Nachwehen der Knieverletzung zusammenspielte. Aerts gab erst kürzlich zu Protokoll, dass er erst in der zweiten Hälfte der Rückrunde wieder schmerzfrei gewesen sei (Kicker). Sicher wissen wir das aber nicht, und so gab es gab im Winter und Frühling 2011 durchaus Situationen, die Zweifel an der Erstligatauglichkeit von Aerts begründen könnten.

Thomas Kraft

Wer die Nachwuchsmannschaften des FC Bayern durchläuft ohne frühzeitig aussortiert zu werden, kann so schlecht nicht sein. Wer dann einen Profivertrag von den Bayern bekommt und mit knapp über 20 als 2. Torwart auf der Bank sitzt, gleich gar nicht. Thomas Kraft hatte in der letzten Saison gleichzeitig das Glück und das Pech, im Machtkampf zwischen dem sportlichen Leiter und dem Management des FC Bayern ein wenig aufgerieben zu werden. Keine Situation, die zu Topleistungen anspornt. Als van Gaal im Januar entschied, den erfahrenen Jörg Butt gegen den talentierten aber unerfahrenen Thomas Kraft auszutauschen, sah letztgenannter sich auf einmal ohne Rückendeckung der Vereinsspitze. Es kam was kommen musste: Kraft patzte 1-2 mal, sah sich plötzlich auch der Kritik von van Gaal ausgesetzt und hatte auf einmal alle gegen sich. Den Trainer, der ihn ins kalte Wasser geworfen hatte und die Vereinsoberen, die ihn lieber gar nicht erst ins Wasser geworfen, sondern weiter auf Jörg Butt gesetzt hätten. Nach der Entlassung von van Gaal stand dann auch ganz schnell wieder Butt im Tor der Bayern. So brachte es Kraft am Ende nur auf 12, statt der möglichen 17 Einsätze in der Bundesliga-Rückrunde. Kraft selbst bestreitet, beim FC Bayern gescheitert zu sein (Kicker). Ich denke er ist es. Der Anspruch der Bayern ist es, den besten Torwart der Liga im Tor stehen zu haben. Und an dieser Stelle hat Kraft zum jetzigen Zeitpunkt seiner Karriere keine Chance sich durchzusetzen. Nicht gegen Manuel Neuer. Und vermutlich gibt es noch eine ganze Reihe anderer Torwarte in der Bundesliga, die zum jetzigen Zeitpunkt routinierter und sicherer sind als Thomas Kraft. Er ist aktuell nicht der beste Torwart der Liga, damit erfüllt er nicht den sportlichen Anspruch des FC Bayern – und damit ist er dort gescheitert. Aber mein Gott, er ist 22 Jahre alt und unbestritten mit einem Talent ausgestattet, das noch eine extreme Leistungssteigerung nach oben zulässt. Und auch wer hier und heute nicht stark genug für den FC Bayern ist, kann für Hertha (und die Hälfte der übrigen Bundesligisten) eine erhebliche Verstärkung darstellen. Das ist die sportliche Realität des Jahres 2011. Und für Thomas Kraft ist das definitiv keine Schande.

3. Das Duell

Aber nun mal Butter bei die Fische, wen wird Markus Babbel als Nummer 1 in das Bundesligator stellen? Wie ich in diesem Blog im Rahmen der „Blätterwald“-Presseschau bereits an mehreren Stellen kundgetan habe, kann das in meinen Augen nur Thomas Kraft sein. Warum?

Zunächst einmal ist Kraft einer der talentiertesten jungen Torhüter, die das Land zurzeit zu bieten hat. Joseph Maier ist dieser Meinung, und Himmel noch mal, wer wird es wagen, dem Sepp, der wandelnden Torwartlegende zu widersprechen? Wie weiter oben schon einmal dargelegt gehört ihm die Zukunft, was jedoch keinen zwangsläufigen Schluss auf die Gegenwart zulässt. Aber wir erinnern uns: „Wenn zwei genauso gut sind, spielt der Jüngere“ war die Ansage von Markus Babbel vor der Saison 2010/2011. Ich denke, er wird sich in diesem Fall an seinen Ausspruch halten. Er muss also schon mal nicht besser sein als Aerts, es genügt wenn er hier und heute genauso gut ist.

Auf der Linie dürften Kraft und Aerts auf demselben Niveau spielen. Aerts hat vielleicht einen kleinen Vorteil durch seine Körpergröße, der von Kraft aber in punkto Reaktions-Geschwindigkeit und Sprungkraft egalisiert werden sollte.

Bei der Spieleröffnung ist Kraft Aerts in meinen Augen überlegen. Erstgenannter hat die Fähigkeit als letzter Mann mitzuspielen. Nicht nur als Torwart, der aus dem Tor stürmt, um eine Flanke „runter zu fischen“, sondern als Verteidiger mit dem Ball am Fuß, der aktiv in der Spielgestaltung mitwirkt. Genau in diesem Punkt, dem Spiel mit Ball, hat Maikel Aerts ein Defizit gegenüber Thomas Kraft. In einem modernen Spielsystem ist das Vorhandensein eines mitspielenden Torwartes ein ungeheurer Vorteil gegenüber einem nur in Notfällen herauseilenden Torwart, der ansonsten auf der Linie klebt. Dies ist der größte Vorteil, den Kraft gegenüber Aerts hat, und diesen kann Maikel Aerts auch mit noch so viel Erfahrung nicht ausgleichen.

Beim dirigieren der Abwehr scheinen beide Torwarte einen ordentlichen Job zu machen, zumindest legen das die Berichte aus der Vorbereitung nahe. Auffällig ist, dass Kraft es sich auch in seinem noch recht „zarten Alter“ zutraut, gestandene Abwehrrecken vor sich bei Fehlern zusammenzufalten (Berliner Kurier). Bislang scheinen die Kollegen für die Hinweise noch ganz dankbar zu sein, es bleibt abzuwarten, was passiert, wenn Kraft selbst patzt. In diesem Punkt würde ich sagen: unentschieden.

Das waren sicher nicht alle Kriterien (aber genügend, der Blog-Eintrag ist eh schon viel zu lang geworden), aber wie ich es auch drehe und wende, ich finde keine Kriterien, in denen Thomas Kraft Maikel Aerts unterlegen ist. Und deshalb wird er spielen. Kraft hat den FC Bayern verlassen, weil er sich nicht als Nummer 2 auf die Bank setzen wollte. Er hat sich Hertha ausgeguckt, weil er hier eine Chance zum spielen sieht. Ich denke nicht, dass Markus Babbel das Risiko eingehen wird, Thomas Kraft eine Saison lang zu vertrösten und/oder zu verprellen. Und aus diesen Gründen kann es in meinen Augen nur heißen: Die Zukunft gehört Thomas Kraft – und diese Zukunft beginnt am 6. August 2011 gegen den 1. FC Nürnberg.

—

*

Meine Zweifel an den Fähigkeiten von Sascha Burchert gründen sich übrigens weder in den Spielen in der 1. Bundesliga, welche er 2009 in einer komplett destabilisierten Mannschaft über sich ergehen lassen musste, noch in seiner Bilanz im DFB-Pokal. Letztere ist im Übrigen stark verfälscht, da von den 6 Gegentoren, die er in seinem einzigen Einsatz kassiert hat, 4 im Elfmeterschiessen gefallen sind. Vielmehr sind es bereits die alles andere als überzeugenden Auftritte in der U23, bei denen man regelmäßig Schweißausbrüche erleiden musste, wenn der Ball in Richtung des eigenen Strafraumes rollte. Ich hoffe sehr für Burchert, dass da noch Entwicklungspotential ist. Für ihn wäre jedoch der Wechsel zu einem Zweit- oder Drittligisten, mit Aussicht auf Einsatzzeiten, die deutlich bessere Wahl, als zu warten bis Aerts seine Karriere beendet und Kraft sich verletzt.

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Das 1:2 für Union würde ich ihm noch nicht mal komplett anlasten. Da trägt die Mauer den Bärenanteil der Schuld. Beim KSC, gegen Cottbus und gegen den FSV Frankfurt jedoch sah er bestenfalls unglücklich bis unsicher aus. In dieser Saisonphase hat ihn wohl nur der starke Rückhalt im Mannschaftsgefüge und die Tatsache, dass die Offensive genug eigene Tore schoss, vor einer Verbannung auf die Bank gerettet. Hätten seine Unsicherheiten und Fehler außer gegen Cottbus zu weiteren Punktverlusten geführt, hätte Babbel ihn wohl nicht mehr stützen können. Ab dem 26. Spieltag stabilisierte sich die Leistung dann glücklicherweise wieder.

Jul 9, 20117 notes
#Hertha #BSC #Kraft #Aerts
Hertha im Blätterwald (09.07.11)

Wichtigste Meldung in den heutigen Gazetten: Adrian Ramos hat seinen Vertrag bei Hertha bis 2015 verlängert. Entsprechende Berichte finden sich im Kicker, in der BZ und bei Sport1.

Den Artikel über die Testspiel-Niederlage gegen die Young Boys Bern hat die BZ als erste Zeitung online. Wie ich schon gestern sagte: zum jetzigen Zeitpunkt der Vorbereitung kein Beinbruch. Einen Spielbericht gibt’s auch auf herthaner4ever.de.

Jul 9, 20116 notes
#Hertha #BSC #Ramos #Young Boys Bern
Hertha im Blätterwald (08.07.11)

Um die Aufgabenverteilung zwischen Trainer und Co-Trainer geht es in der Bild. Widmayer für die Drecksarbeit auf dem Trainingsplatz, Babbel als Beobachter und Entscheider.

Die Berliner Zeitung hat sich nach einer gefühlten Ewigkeit auch mal wieder entschlossen, einen Artikel zum Thema Hertha beizusteuern. Genauer gesprochen geht es um Andreas Ottl und die Rolle, die er im Team einnehmen soll - und die er, wenn Hertha die Saison erfolgreich abschliessen will, auch einnehmen muss.

Das Thema Ottl steht auch beim Kurier im Fokus.

Heute Abend, 19.30 Uhr, startet das erste Testspiel gegen einen ernst zu nehmenden Gegner. Die Young Boys Bern werden die Herthaner hoffentlich ordentlich fordern. Allerdings sollte man das Ergebnis - wie auch immer es lautet - nicht zu ernst nehmen. Die Beine dürften nach dem Trainingslager ziemlich schwer sein. Nachzulesen auf immerhertha.de.

Jul 8, 20116 notes
#Hertha #BSC #Babbel #Widmeyer #Ottl #Young Boys Bern
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